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Saison 2009-2010 | Qualif.: Play-off | 07.06.2009, 20.00 Uhr
LogoSerbien - DeutschlandLogo
24:29 (10:16)
(Zuschauer: 2200)
07.06.2009 - Christian Stein - handball-world.com
Osmann feiert Debüt mit überzeugendem Auswärtserfolg - Deutschland siegt 29:24 in Serbien

Deutsche Toptorschützin und alleinige Rekordnationalspielerin: Grit Jurack
Foto: Michael Heuberger
Die deutsche Nationalmannschaft hat beste Chancen sich am kommenden Samstag in der Hamburger Color Line Arena für die Weltmeisterschaften in China zu qualifizieren. Die vom neuen Bundestrainer Rainer Osmann betreute Mannschaft besiegte Serbien in Zajecar überzeugend mit 29:24 (16:10). In einer stark aufspielenden deutschen Mannschaft war Grit Jurack (8/2), die mit dem 286. Einsatz in Zajecar zur alleinigen Rekordnationalspielerin aufgestiegen ist und endgültig Michaela Erler abgelöst hat, beste Torschützin. Für Serbien traf Andrea Lekic (6/3) am häufigsten. „Es ist erst Halbzeit. Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber wir müssen uns jetzt konzentriert auf den zweiten Teil vorbereiten, denn wir haben noch ein weiteres schweres Spiel vor uns“, sagte Osmann gegenüber dhb.de.

Im Hexenkessel von Zajecar erarbeitete sich die deutsche Auswahl dank einer starken Abwehr und einer in ihrem 100. Länderspiel gut aufgelegten Clara Woltering eine frühe 3:0-Führung. Serbien fand nach einem Stemmwurf von Lekic auch in die Partie. Auch Sladjana Djeric wusste sich nun zu steigern, so dass die Gastgeberinnen schnell zum 3:3 ausglichen.

Rainer Osmannn begann mit Nina Wörz auf der Spielmacherposition, die sich immer wieder erfolgreich an den Kreis absetzte und mit Anspielerin Grit Jurack in der Anfangsphase mit drei Treffern Dreh-und Angelpunkt im deutschen Angriffsspiel war. Osmann rochierte jedoch frühzeitig, wechselte bereits nach zehn Minuten Anna Loerper und Anne Müller ein, um so die serbische Deckung schnell vor neue Aufgaben zu stellen. Die brachten ihre Teamkollegin Laura Steinbach immer wieder in Position, die DHB-Auswahl zog auf zwei Tore (5:7) davon.

Entscheidend in dieser intensiv geführten Partie schienen die Überzahlsituationen zu werden. Serbien nutzte seine erste Chance nicht, die DHB-Auswahl hingegen agierte im Spiel Sechs gegen Fünf überlegt und zog auf 11:7 (19.) davon. Acht Minuten vor der Pause bekam dann auch Grit Jurack ihre erste Ruhepause, Susann Müller übernahm dafür im rechten Rückraum und fügte sich mit zwei Distanzwürfen zum 14:9 glänzend ein.

Insgesamt zeigte die deutsche Osmann eine nahezu perfekte erste Halbzeit auf hohem Niveau. Selbst eine zweite Unterzahl, die lediglich in der Deckung eingesetzte Christine Beier musste auf die Strafbank, baute man die Führung auf sieben Tore aus, ehe Lekic in Gleichzahl von der Strafwurflinie zum 16:10 Pausenstand traf.

Die deutsche Auswahl ging auch den zweiten Spielabschnitt hochkonzentriert an und führte schnell mit 19:11 (34.). Die bei Esbjerg spielende Katarina Tomasevic rückte nun zwischen die Pfosten und ermöglichte Serbien mit zahlreichen Paraden eine Aufholjagd. Langsam, da Clara Woltering weiterhin auf hohem Niveau agierte, verkürzten die Gastgeber in Überzahl auf 17:20 (40.).

Die Partie drohte zu kippen, aber immer wieder attackierte Serbien nun Grit Jurack, kassierte folgerichtig auch die entsprechenden Zeitstrafen. Deutschland zog wieder auf fünf Tore davon, Althaus traf vom Kreis zum 22:17 (43.). Bei Unterzahl der DHB-Sieben wurde nun Grit Jurack in Manndeckung genommen. Das Ausschalten der Rekordnationalspielerin schmeckte dem deutschen Angriffsspiel nicht, Serbien verkürzte wieder den Rückstand, musste aber auch dreizehn Minuten vor dem Ende nach der dritten Strafzeit den Ausfall von Sanja Damjanovic verkraften.

Erneut sprach das Moment für Serbien, Dänemark-Legionärin Jelena Eric verkürzte zum 21:23 (49.), doch Susann Müller, Anna Loerper und Grit Jurack warfen schnell wieder eine beruhigende Führung heraus. Die Gastgeber strahlten vor allem aus dem Rückraum Gefahr aus, vor allem Andrea Lekic und Dijana Stevin trafen immer wieder, konnten der Partie aber keine weitere Wendung mehr geben. Am Ende siegte die deutsche Auswahl verdient mit 29:24.

„Ich bin sehr froh, dass wir hier gewonnen haben“, sagte Kreisläuferin Anja Althaus nach ihrem 150. Länderspiel. „In der zweiten Halbzeit standen wir uns phasenweise selbst im Weg. Da gab es einige Fehler, an denen wir in den nächsten Tagen noch arbeiten müssen. Insgesamt haben wir das mit unserem jungen Team, den vielen neuen Spielerinnen und der kurzen Vorbereitung sehr gut hinbekommen.“

Dass sich Serbien allerdings noch lange nicht geschlagen gibt, signalisierte Trainer Milorad Milatovic: „Wir haben heute sehr, sehr schlecht gespielt und werden in Hamburg deutlich besser auftreten.“

Serbien – Deutschland 24:29 (10:16)

Serbien: Djeric, Tomasevic;
Krpez, Koperec (1), Bartosic, Lekic (6/3), Stevin (5), Dmitrovic (1), Damnjanovic (3), Eric (2), Rajovic (2), Ognjenovic (2), Cvijic (1), Medved (1)

Deutschland: Krause, Woltering;
Stange (3), Jurack (8/2), Rösler (2), Walzik (3), Wörz (3), A. Müller, Loerper (3/3), S. Müller (3), Mietzner, Steinbach (1), Beier, Althaus (3)

Schiedsrichter: Licis/Stolarovs (Lettland)
Zuschauer: 2200 (ausverkauft)
Siebenmeter: 3/3:4/5 (Jurack gegen Tomasevic im Nachwurf)
Strafminuten: 16/14 (Damnjanovic (3), Medved (2), Cvijic, Lekic, Krpez – Rösler (2), Loerper, Beier, Althaus, Steinbach, Wörz)

Rote Karte: Damnjanovic (dritte Zeitstrafe/47.)

Spielfilm:
0:3 (3.), 2:3 (4.), 3:3 (5.), 4:6 (10.), 6:7 (13.), 6:10 (17.), 8:13 (23.), 9:16 (28.), 10:16 (HZ)
10:17 (31.), 11:19 (34.), 14:19 (36.), 16:20 (39.), 17:20 (41.), 17:21 (41.), 17:22 (42.), 18:22 (45.), 19:22 (46.), 19:23 (47.), 20:23 (48.), 21:25 (52.), 21:26 (54.), 22:26 (54.), 22:27 (56.), 23:27 (58.), 23:28 (60.), 24:29 (EN)
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Weitere News zum Spiel Serbien - Deutschland:
07.06.2009: Vor der WM-Qualifikation: Deutschland in Zajecar angekommen
05.06.2009: Premiere mit Hindernissen - Osmann-Debüt gegen Serbien
13.05.2009: DHB-Frauen gehen ohne Krause in die Play-offs
 

http://www.handball-world.com/news-index.php?LID=1&GID=2&auswahl=7793
 
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