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Saison 2009-2010 | Achtelfinale | 15.02.2009, 15.00 Uhr
LogoHC Leipzig - HCM Baia Mare
33:28 (18:16)
Ernst Grube Sporthalle Leipzig
15.02.2009 - PM HC Leipzig / dpa
HC Leipzig zieht ins EHF-Pokal-Viertelfinale ein

18 Tore: Mette Ommundsen
Foto: Eibner Pressefoto
Die Handballerinnen des HC Leipzig stehen im Viertelfinale des EHF-Pokals. Der Bundesliga-Zweite gewann am Sonntag sein Achtfinal-Rückspiel gegen HCM Baia Mare aus Rumänien mit 33:28 (18:16) und machte damit den Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel (23:27) wett. Überragende Akteurin der Partie vor 1700 Zuschauern in der ausverkauften Ernst-Grube-Halle war Mette Ommundsen, die 18 Treffer markierte und mit ihrem Siebenmetertor zehn Sekunden vor Schluss das Weiterkommen sicherte.

Für die nur knapp gescheiterten Gäste traf Melinda Geiger (14/9) am besten. Drei Sekunden vor Schluss sah die Leipzigerin Renate Urne nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte. Für die Auslosung am Dienstag in Wien wünscht sich HCL-Manager Kay-Sven Hähner vor allem keinen Gegner aus Osteuropa. «Der dänische Club Randers wäre unser Traumlos», sagte er. Randers mit den ehemaligen Leipzigerinnen Nina Wörz, Chana Masson und Katrine Fruelund sowie Trainer Martin Albertsen hatte sich im Achtelfinale gegen den VfL Oldenburg durchgesetzt.

Unter der Woche hatten einige HCL-Spielerinnen wegen eines grippalen Infekts nicht trainieren können. So konnte Jensen nicht seine Bestformation aufbieten. Die Gastgeberinnen agierten nervös, leisteten sich zahlreiche Fehler. Die Defensive stand nicht sicher genug, vor allem Kreisläuferin Georgeta Dinis-Vartic konnte sich immer wieder durchsetzen. Zudem fehlte im Angriff insbesondere aus dem Rückraum die Durchschlagskraft. Einzig Mette Ommundsen, die allein in den ersten 30 Minuten elf Treffer markierte, war es zu verdanken, dass der HC Leipzig einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore- Rückstand noch in eine knappe Halbzeitführung umwandelte.

Aus der Kabine kam der DHB-Pokalsieger dann verbessert. In der Deckung ging die Heine-Sieben nun aggressiver zu Werke. Doch die Rumäninnen, die bisher weder in ihrer Liga noch im internationalen Wettbewerb auswärts gewinnen konnten, kämpften bis zum Schluss verbissen und ließen den Gastgeber zittern. Erst die überragende Mette Ommundsen erlöste ihr Team und die Fans.

Nach dem Handball-Krimi gegen das rumänische Team aus Baia Mare und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale des EHF-Cups, hat Trainer Heine Jensen seinem Team am heutigen Montag frei gegeben, damit sie sich von den Strapazen des Spieles erholen können. „Die Mädels haben wirklich sensationell gekämpft und haben alles gegeben. Ich denke, wir sind auch verdient weiter gekommen, wenn man unsere Krankheits- und Verletzungsbedingt schwierigen letzten vierzehn Tage sieht. Eigentlich kann man niemanden so richtig hervorheben bei dieser tollen Mannschaftsleistung. Klar, Mette hatte gestern mit ihren 18 Toren ein unglaubliches Händchen. Die Mannschaft hat sie aber auch sehr gut bedient, damit sie ihre Bälle dann rein gemacht hat. Ich möchte trotzdem gern Susann Müller etwas hervorheben, denn wie sie sich in ihrem Zustand in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, verdient meinen größten Respekt. An solche Spiele erinnert man sich noch in vielen Jahren. Diese Atmosphäre war wieder phänomenal“, gab der 32-jährige Cheftrainer des HCL zu Protokoll.

Bevor sich die Mannschaft aus der Messestadt aber auf das Spitzenspiel am Samstag beim FHC Frankfurt/Oder vorbereitet, sind alle Augen zunächst auf die Auslosung des Viertelfinals in Wien gerichtet. Gegen 12 Uhr steht dann der nächste Gegner des HCL in der Runde der besten Acht fest. Manager Kay-Sven Hähner sieht die Auslosung gelassen: „Es gibt bei diesen Teams keinen schwachen Gegner, allesamt gehören zu den Top 30 der Welt. Es gibt wie schon oft gesagt nur schöne Reisen und weniger schöne Reisen. Für unsere fantastischen Fans wäre Dänemark ganz toll, auch weil dort drei ehemalige Leipzigerinnen spielen und dann das Rückspiel zu Hause. Aber wir wollen nicht orakeln, wir müssen es sowieso nehmen wie es kommt und dann das Beste daraus machen.“
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